Monthly Archive for April, 2010

Die Kommerzialisierung des Social Web

Die Grundidee des so genannten Social Web war es einmal, Personen in einen Dialog miteinander zu bringen – reale Personen, Menschen wie Du und ich. Mit welchem Hintergrund, ist vom Portal abhängig – von Xing über meinVZ und kruden Auswüchsen wie Twitter. Dass nun immer mehr Firmen die meinungsbildende Macht, die enorme Reichweite bzw. des Erreichen extrem spitzer Zielgruppen im Social Web erkennen und zu nutzen versuchen, war nur eine Frage der Zeit. Zumal die Reichweite weiter steigt:
In der Zielgruppe der 18- bis 54-Jährigen ist beispielsweise die Zahl der Facebook-Nutzer in Deutschland allein innerhalb eines knappen halben Jahres von 3 auf über 4,5 Millionen gestiegen (Juli–November 2009). Für die Markenbildung eines Unternehmens eine nicht zu unterschätzende Reichweite, die mit recht schmalen Mitteln zu erreichen ist. Hat man erstmal die kritische Masse der Follower, Freunde oder wie sie alle heißen überschritten, greift das Schneeballprinzip und (fast) alle sind dabei. “Fast alle” meint, dass es zunehmend digitale Selbstmorde gibt: Gerade User in der werberelevanten Zielgruppe sind der virtuellen Freunde überdrüssig und konzentrieren sich auf ihre wirklichen. Ein Aspekt dieser Flucht liegt mit Sicherheit auch in der Kommerzialisierung der Portale – man hat das Gefühl, nicht mehr unter sich, sondern gerade Ziel einer Guerilla-Kampagne zu sein oder findet plötzlich passende Ads (gerade hat man bei Google noch nach einem Urlaubsziel gesucht) auf seinem Facebook-Profil. Das macht mißtrauisch, verletzt womöglich die Intimsphäre und nervt manchmal kolossal.

Die Präsenz auf Social Web-Portalen ist heute für Unternehmen bezüglich der Markenbildung (Imagepflege und Kundendialog) quasi ein Muss, allerdings ist Authentizität bei der Kundenansprache gefragt. Das macht Nutzer zu Followern und Multiplikatoren – und stärkt somit den Auftritt, die Marke.

Personalisierte Webseiten – Best Practice

Ein Schritt in die Zukunft? Das Sporthotel Ellmau in Tirol hat vor zwei Tagen mit seiner neuen Webseite die vielleicht erste personalisierbare Hotel-Webseite gelauncht. Der Schlüssel dazu: die eingebaute Facebook-Connect-Funktionalität. Ungeahnte Möglichkeiten tun sich auf…

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Täglich 100 Minuten Internet

Elektro / photocase.com

Der Branchenverband Bitkom hat die ARIS Umfrageforschung mal rangesetzt nachzurechnen, wie lange die Deutschen täglich im Internet unterwegs sind. Das Ergebnis dürfte einen webaffinen Menschen nicht überraschen, aber vielleicht dürften Budgetentscheidungen für das kommende Jahr anders ausfallen, als für dieses Jahr.

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Magalog vs. Katalog

Wenn Sie etwas zu sagen haben, dann sagen Sie’s!

Sie mögen denken, dass der Magalog nur die Erfindung von Werbeagenturen sei – um wieder die Möglichkeit zu haben, vernünftig Geld zu verdienen. Denn gegen Web-to-print-Lösungen für Kataloge “von der Stange” oder den Setzer von nebenan haben Werbeagenturen budgettechnisch nicht den Hauch einer Chance. Es muss also etwas Neues her – der redaktionelle Katalog.
Dass eine Agentur mit einem Magalog mehr Geld verdient, mag stimmen. Sie muss dafür aber auch wesentlich mehr arbeiten. Dafür bekommen Sie als Kunde nicht nur ein Qualitätsprodukt - schon allein aus Markenbildungs- und Kundenbindungssicht sollten Sie Ihr konventionelles Katalogkonzept überdenken: Hier weiterlesen…

Messestand – Kaufen oder Mieten?

(Gastbeitrag von Michael Kuhn, Geschäftsführer von Projekt rk GmbH & Co. KG)

screenworker/photocase.comMessestand – Kaufen oder Mieten? Diese Frage beschäftigt viele Unternehmen und um sie entscheidungsfähig beantworten zu können, müssen eine Vielzahl verschiedener Gesichtspunkte betrachtet werden.

Zum Einen müssen natürlich finanzielle und auch steuerliche Fragen geklärt werden. Mietstände verursachen Kosten, Kaufstände müssen bilanziert und abgeschrieben werden und wirken sich anders auf die Liquidität aus. Viel entscheidender ist die Frage nach der Art und Häufigkeit und den Einsatzorten der Messeauftritte. Als Faustregel gilt, dass ab einer Einsatzhäufigkeit von fünf mehr oder weniger unveränderten Einsätzen ein Kauf in Betracht gezogen werden sollte. Bedenken Sie neben den Anschaffungskosten auch den Aufwand für Lagerung und Wartung.

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Appetiser für Ihr Geschäft

Wieder so ein Trend, an dem man kaum vorbei kommt: Das Apple iPhone bzw. die immer größer werdende Anzahl von sinnigen und unsinnigen Anwendungen (“Apps”) dafür. Auch in der Touristik greifen die kleinen Applikationen um sich – mit dem Handy wird gebucht, geboardet, es werden Reisepläne gelesen, Reiseführer studiert, Anlaufpunkte in der Nähe (wie Hotels, Restaurants oder auch Toiletten) werden gesucht und die großen Player sind größtenteils mit eigenen Apps vertreten. Speziell Destinationen und Tourismusbüros experimentieren gerne in diesem Bereich, die Skeptiker sind eindeutig in der Unterzahl. Aber für wen lohnt sich eine solche Investition wirklich? Hier weiterlesen…

Virtual Meetings. Der letzte Schrei?

Die Meetingkultur – gerade im oberen Management – treibt immer kuriosere Blüten. Jetzt neu: Virtual Meetings. Was das soll? Keine Ahnung, ist aber total up-to-date. In New York und in der Nähe Washington DC’s wurden zwei Marriot Hotels mit sogenannten Virtual Meeting Studios ausgestattet. Provided wird das Ganze von AT&T und Cisco.

Sie fahren also demnächst zu Ihrem Treffen nicht zum Gesprächspartner direkt, sondern ins nächstgelegene Meeting-Studio (sprich: Hotel), um sich dort mit Partnern und Mitarbeitern – virtuell – zu treffen. Sinn macht dies wahrscheinlich für Unternehmen, die weltweit mit Dependancen vertreten sind und zu deren Philosophie es gehört, das CO2-Konto für Mitarbeiterflüge so klein wie möglich zu halten. Oder für  Flip-Chart-Könige, die ihre Gedanken nur visuell rüberbringen können.
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